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Dr. Gabriele Lampert
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Läuse Infektionskrankheiten Leptospirosen
Lepra
Wenig ansteckende, bakterielle Infektionskrankheit mit Affinität zu Haut und Nervensystem
Erreger: Mycobakterium leprae(ähnlich dem Tuberkelbazillus, säurefestes grampositives Bakterium)
Inkubationszeit: 9 Monate bis 10 Jahre! (meist 2-5 Jahre)
Übertragungsweg: Tröpfcheninfektion, Schmierinfektion, weltweit sind 10-15 Mio. Menschen betroffen
Symptome: chronischer Verlauf, 2 Formen sind zu unterscheiden:
1. Lepromatöse Form (maligne): Hautknoten, die geschwürig zerfallen und nekrotisieren (Leprome), schwere Schäden des Nervensystems, großflächige Vertsümmelungen (Löwengesicht, facies leontina), Knocheneinschmelzungen, Verlauf in Schüben, Verlauf schmerzlos, symmetrischer Befall, Lähmungen, schlechte Prognose
2. Tuberkulide Form (benigne) mit erythematösen Infiltrationen: Hautknötchen, die sich dunkelrot färben und in die Haut infiltrieren, keine Geschwüre, Knochenzerstörung, Schäden des Nervensystems - Sensibilitätsstörungen, über schwere Sekundärinfektionen kann es zum Verlust von Fingern und/oder Zehen führen
Leitsymptome: Hautknoten, Sensibilitätsstörungen, Knochenzerstörung und gleichzeitig längere Aufenthalte in Asien, Afrika oder Südamerika
Therapie: Antibiotika vor allem Sulfonamide, Kortikoide, plastische Chirurgie bei Verstümmelungen
Diagnose: Erregernachweis im Nasensekret oder in der Haut (histologisch), Lepromintest zur Unterscheidung der Unterformen, nach dem die Krankheit diagnostiziert wurde
Impfung: mit abgeschwächten Leprabakterien möglich
Rechtliches: Nach § 7 Abschnitt 1 des IfSG besteht eine namentliche Meldepflicht bei Nachweis des Erregers.

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