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Dr. Gabriele Lampert
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Vegetatives Nervensystem

Das vegetative Nervensystem, das man auch autonomes oder viszerales Nervensystem nennt, stimuliert und kontrolliert Organfunktionen, die unwillkürlich und unbewußt ablaufen. Man unterscheidet drei Teile innerhalb des vegetativen Nervensystems:
  • das sympathische Nervensystem (Sympathikus)
  • das parasympathische Nervensystem (Parasympathikus) sowie
  • das Darmwandnervensystem (enterisches Nervensystem)
In der Regel werden Organe sowohl vom Sympathikus als auch vom Parasympathikus innerviert. Dabei wirken die beiden Systeme als Gegenspieler (Antagonisten). Dementsprechend ist das Gleichgewicht von Sympathikus und Parasympathikus Voraussetzung für eine optimale Organfunktion.
Die Eigenständigkeit des enterischen Nervensystems erklärt sich aus der Tatsache, daß der adäquate Reiz für die Auslösung einer Darmbewegung (Peristaltik) die passive Dehnung der Magen- bzw. Darmwand selbst ist.
Der sympathische Grenzstrang ist eine beiderseits der Wirbelsäule liegende Ganglienkette. Er steht mit dem Seitenhorn des Rückenmarks in Verbindung. Das 1. sympathische Neuron befindet sich im Seitenhorn des Rückenmarks (TH1-L4). Die Nervenfasern verlassen das Rückenmark über die Vorderwurzel und ziehen zum sympathischen Grenzstrang. Dort findet die Umschaltung auf das 2. Neuron statt. Das 1. Neuron (präganglionäres Neuron) ist markhaltig, das 2. (Postganglionäre Neuron) weist keine Markscheide auf.