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Dr. Gabriele Lampert

Plötzlich auftretender gleichzeitiger Herz-Kreislaufstillstand und Atemstillstand
Bereits vor Beginn der Reanimation Anfordern des Notarztes mit einem Rettungswagen zur notfallmäßigen Einweisung in die Klinik.
Der Erfolg der Wiederbelebung hängt unmittelbar davon ab, wie schnell und wirksam sie angewendet wird. Zur Erhaltung des Lebens muß Sauerstoff in genügender Menge zugeführt werden und ständig auf die Körpergewebe verteilt werden. Kritisches Organ ist das Gehirn mit einer Wiederbelebungszeit von 4-6 Minuten, gefolgt vom Herzen mit 15-30 Minuten.
Reanimation nach den ERC (European Resuscitation Council)-Richtlinien von 2005
Lebensrettende Basismaßnahmen:
  • Die Entscheidung zum START DER REANIMATION fällt, sobald der Patient nicht ansprechbar ist und nicht normal atmet.
    Auf die Pulskontrolle (Arteria carotis) wird verzichtet, da es zu viel Zeit kostet. Die bisherige initiale Beatmung entfällt.
  • Das umständliche AUFSUCHEN DES DRUCKPUNKTES zur Durchführung der Herzdruckmassage wird zugunsten eines Druckpunktes in der Mitte des Brustkorbes aufgegeben.
  • Jede Notfall-Beatmung dauert 1 SEKUNDE.
  • Das neue VERHÄLTNIS VON HERZDRUCKMASSAGE ZU BEATMUNGEN beträgt 30:2.
Um eine maximale Wirkung zu erzielen sollte man den Patienten auf eine harte Unterlage legen. Die Handballen übereinander auf das untere Drittel des Sternums (in der Mitte des Brustkobes) legen. Man beugt sich mit gestreckten Armen ruckartig nach vorne und übt mit dem Gewicht des Oberkörpers einen Druck aus. Das Sternum sollte 4-5 cm eingedrückt werden. Die Frequenz sollte 100 / min betragen. Dies gilt für Erwachsene und Kinder.
Herzdruckmassage und Atemspende werden im Wechsel durchgeführt, bis der Rettungsdienst eintrifft und die Maßnahme fortführt, oder der Betroffene wieder normal zu atmen beginnt oder der Helfer erschöpft ist.

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