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Dr. Gabriele Lampert

Akuter Herzinfarkt
Beim Herzinfarkt kommt es zu einer Myokardnekrose durch Koronararterienverschluß. Klinisch zeigt sich eine lang anhaltende (mehr als 15-30 min) heftige Angina pectoris ohne Besserung durch Ruhe oder Nitro-Gabe, typische Schmerzausstrahlung in den linken Arm, Hals Unterkiefer sowie evtl. in den Oberbauch, zunehmende Todesangst, Vernichtungsgefühl, Schwäche, Schweißausbruch, Übelkeit, Atemnot, Rhythmusstörungen, Blutdruckabfall, evtl. Bewußtseinsverlust. In 15-20% kommt es zu schmerzlosen “stummen” Infarkten.
Sofortmaßnahmen: Sofort Notarzt rufen!
Bei bewußtlosem Patienten mit Atem-Kreislauf-Stillstand Atemspende und Wiederbelebung mit externer Herzmassage gemäß Notfall ABC. Wenn möglich venöser Zugang legen. Gürtel und Kragen lösen. Ist der Patient bei Bewußtsein, Schocklagerung mit erhöhtem Oberkörper und Sauerstoffgabe,. vorsichtige Gabe von Nitrospray unter RR-Kontrolle.

Schlaganfall
Eine akut auftretende neurologische Symptomatik, die sich in einer Halbseitenlähmung mit oder ohne Bewußtseinstrübung, bzw. mit oder ohne Sprachstörungen äußert, wird als Schlaganfall verstanden. Auslösende Faktoren können Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, hypertensive Krisen, Hypoglykämie sein.
Sofortmaßnahmen: Umgehende Anforderung eines Notarztes zur Krankenhauseinweisung mit dem Notarztwagen zur weiteren Abklärung möglichst in eine Klinik mit Schlaganfallstation und CT-Möglichkeit.

Krampfanfälle
Sofortmaßnahmen: Unabhängig von der Ursache den Patienten aus der Gefahrenzone bringen und den Kopf mit einer weichen Unterlage vor Verletzungen schützen.Nach dem Anfall den Patienten in die stabile Seitenlage bringen, Freihalten der Atemwege bis zur Wiedererlangung des Bewußtseins.
Bei einer Anfallsdauer von über 20 Minuten, “Status epilepticus”, sofort Notarzt verständigen!

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